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Durabillty Transfer Verfahren zur effizienten Erfassung des komplexen Beanspruchungsgeschehens an Fahrzeugen im Einsatz

Verfasser: M. Städele, Prof. A. Rupp

Bei der Entwicklung neuer Fahrzeuge für wohl definierte Märkte ist das Belastungs- und Beanspruchungsgeschehen an einer möglichst großen Anzahl von Fahrzeugen mit unterschiedlichen Fahrern und Betreibern unter typischen Einsatzbedingungen möglichst über einen langen Zeitraum effizient zu erfassen. Das Durability Transfer Verfahren wurde dazu entwickelt, gerade solche Aufgaben mit bewältigbarem Aufwand zu vertretbaren Kosten in erforderlichem Umfang durchführen zu können. Einfach zu messende Leitgrößen, wie z.B. Beschleunigungen am Fahrwerk oder an der Karosserie, dienen dazu, mit geeigneten Übertragungsmodellen alle interessierenden Beanspruchungsgrößen an den vielen Komponenten eines Fahrzeuges nach Größe und Häufigkeit zu bestimmen. Die benötigten Übertragungsfunktionen lassen sich mit Lernalgorithmen an einem umfänglich ausgerüsteten Messfahrzeug bei kurzen Messfahrten identifizieren.

In dieser Arbeit wird das Konzept des Durability Transfer dargestellt sowie Anwendungsszenarien und Beispiele zur Verifikation und Zuverlässigkeit des Vorgehens anhand von Projektbeispielen aufgezeigt. Zukunftsträchtig wird dieses Verfahren insbesondere dadurch, dass immer mehr Messgrößen standardmäßig z.B. auf dem CAN Bus der Fahrzeuge liegen, die als Leitgrößen zur Beanspruchungserfassung mit dem Übertragungsverfahren dienen können, und so jedes Fahrzeug zu einem Messfahrzeug werden kann. Darüber hinaus lässt sich bei diesem Verfahren ein großes Potenzial für die Entwicklung neuer Fahrzeuge erkennen, wenn die Übertragungsfunktionen in die numerische Simulation Eingang finden.

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Ableitung der Beanspruchungs- und Lastzeitfolgen aus Referenzgrößen bei Langzeitmessungen an Nutzfahrzeugen

M. Städele*, Prof. Dr. A. Rupp**, G. Willén***, P. Romann***, M. Streicher***

Verfasser: *) monalysis GmbH, **) Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten,
***) MAN Truck & Bus AG

Für die Entwicklung neuer Fahrzeuge für neue Märkte sollen die im Betrieb auftretenden Nutzungs- und Belastungsbedingungen möglichst repräsentativ an einer Vielzahl von Fahrzeugen unter typischen Einsatzbedingungen mit unterschiedlichen Fahrern effizient erfasst werden. Der Aufwand für die Erfassung der großen Anzahl interessierender Messgrößen im gesamten Fahrzeug ist kaum für mehrere Fahrzeuge im normalen Einsatz leistbar. Ein effizientes und kostengünstiges Verfahren zur Ableitung der interessierenden Beanspruchungs- und Lastzeitfolgen an den vielen Komponenten eines Fahrzeuges aus einfach zu messenden Referenzgrößen wird hier vorgestellt. Die zur Ableitung der vielen Messgrößen benötigten Übertragungsfunktionen lassen sich mit Lernalgorithmen an einem umfänglich ausgerüsteten Messfahrzeug bei kurzen Messfahrten identifi-zieren. Bei den Langzeitmessungen werden nur noch Größen wie Beschleunigungen am Fahrwerk oder an der Karosserie mit autarken Datenloggern erfasst.

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